DER FILM

für den wir um Spenden bitten

Unsere Langzeitdokumentation zeigt die Veränderungen in Berlin-Prenzlauer Berg seit 2009. Sie gibt einen sensiblen Einblick in das Leben und die Gefühle von Menschen, die sich über Jahre hinweg dagegen wehren müssen, aus ihren Wohnungen verdrängt zu werden. Sie erzählt auch die Geschichten von Menschen, die einen Großteil ihrer Freizeit damit verbringen, gemeinschaftlich genutzte Freiflächen im Kiez gegen Privatisierungsbestrebungen, Luxusbebauungen und das Profitstreben Einzelner zu verteidigen.

Perspektive der Regisseurin

Ich bin 1991 aus einem westdeutschen Provinznest nach Ostberlin gekommen. Damals, um in Prenzlauer Berg Menschen kennenzulernen, von denen ich Zeit meines Lebens durch den „Eisernen Vorhang“ getrennt gewesen war. Ich wollte herausfinden, wie sich die Unterschiede der Sozialisation in den beiden deutschen Gesellschaftssystemen auf die Individuen und das Gemeinschaftsleben ausgewirkt hatten. Heute, 24 Jahre später, muss ich mir klar machen: es leben nur noch circa zehn Prozent der damaligen Bewohner_innen in diesem Kiez. Und ich stelle mir die Frage, inwieweit mein Kommen zu diesem Verdrängungsprozess beigetragen hat.

DIE PROJEKTE

Im Rahmen unserer Langzeitdokumentation begleiten wir folgende Häuser und Initiativen in Prenzlauer Berg:

Unsere Projekte in Prenzlauer Berg

 

Mauerpark-Allianz

Kastanienallee 86 Fassade

 

Die Mauerpark-Allianz will den Mauerpark in seiner jetzigen Lebendigkeit und kulturellen Vielfalt erhalten und um die versprochene Erweiterungsfläche bereichert wissen. Mit der jetzt geplanten Vollbebauung der Erweiterungsfläche mit bis zu 800 Wohnungen, in der Mehrzahl Luxuswohnungen, kommen zahlreiche Probleme auf uns zu.

Die Mauerpark-Allianz hat sich im März 2013 gegründet und versteht sich als ein Bindeglied zwischen Prenzlauer Berg und Wedding. Wir sind ein Zusammenschluss aus Bürgern und Bürgerinnen, Initiativen, Vereinen und Parteien, die sich alle gegen die aktuell geplante Bebauung von Teilen des Mauerparks zur Wehr setzen.

Dazu gehören u.a.:
AnwohnerInitiative Brunnenviertel | AnliegerInitiative Marthashof | BürgerInitiativen Netzwerk BIN-Berlin.org | Bürgerverein Gleimviertel e.V. | Jugendfarm Moritzhof | mauergarten.net Interkultureller Gemeinschaftsgarten | Mauerparkretten | Mauerpark Stiftung Welt-Bürger-Park e.V. | Demokratische Initiative 100% Tempelhofer Feld e.V. | Anwohner-Initiative Ernst-Thälmann-Park | DIE LINKE Mitte/ Gesundbrunnen und Pankow | Piratenpartei Mitte und Pankow und viele engagierte Bürger und Bürgerinnen.

Die Allianz fordert: 100 % Mauerpark / 100% Bürgerbeteiligung

MAUERPARK RETTEN!

www.mauerpark-allianz.de



 

Mauerpark Allianz Logo



Kastanienallee 86

Kastanienallee 86 Fassade

 

Das Hausprojekt Kastanienallee 86 in Prenzlauer Berg hat seine Wurzeln in der Hausbesetzungsbewegung 1989/90 in Ost-Berlin. Mit der damals noch zuständigen quasi-staatlichen Wohnungsbaugesellschaft wurden hier schon bald reguläre Wohnungsmietverträge ausgehandelt, die bis heute – über mehrere Eigentümer_innenwechsel hinweg – Bestand haben. Unsere starke Hausgemeinschaft konnte sich bis heute erfolgreich den Verwertungsinteressen der wechselnden Eigentümer_innen widersetzen. Wir werden auch weiterhin alles dafür tun, dass unsere linksalternative und solidarische Wohnform erhalten bleibt.

Die Kastanienallee 86 ist und bleibt ein soziokulturelles Zentrum im Kiez mit festen und wechselnden Projekten wie etwa der Tuntenhaus-Groß-WG, der selbst organisierten Lebensmittel-Tafel, den Hoffesten, der „food for action“-Unterstützung, mit unregelmäßigen küfas (Küche für alle), einer - leider schon weitergezogenen - nichtkommerziellen Galerie und einem ehemaligen Umsonstladen.

Die KA86 fordert:
- Keine Räumungen und Kündigungen ehemals besetzter Häuser und Hausprojekte
- Erhalt der letzten noch existierenden Hausprojekte mit ihren wichtigen soziokulturellen Funktionen für Kiez und Stadt (etwa durch Überführung in Gemeinschaftseigentum) – dies sollte auch von der Politik erkannt und unterstützt werden!
- Erhalt preisgünstigen Wohnraums durch Verzicht auf überflüssige und von den Mieter_innen nicht gewünschte Modernisierungen

Zur Webseite des Tuntenhauses

Kopenhagenerstr. 46

Kastanienallee 86 Fassade

 

Die Kopenhagener Straße 46 war ein Haus im Prenzlauer Berg, in dem ca. 30 Erwachsene und 16 Kinder in einem offenen und freundschaftlichen Mit- und Füreinander lebten.

Nachdem Herr Christ(o)mann dieses Haus 2013 offenbar mit dem Ziel der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen erworben hatte, begann - in der Wahrnehmung der in diesem Haus Lebenden - ein unfassbarer Terror gegen die MieterInnen. Als völlig unberechtigt empfundene fristlose Kündigungen, Räumungsklagen und andere, als psychologische Folterwerkzeuge wahrgenommene Maßnahmen traumatisierten die MieterInnen dieses Hauses.

Zusätzlich wurde das gesamte Haus mit einer blick- und luftundurchlässigen Plane verpackt. Der Zweck dieser Maßnahme schien den MieterInnen klar, als die Baumaßnahmen schleppend oder gar nicht voran gingen: die Menschen sollten anscheinend genötigt werden, ihre Wohnungen gegen minimale Abfindungen zu verlassen! Nach 8 Monaten packte Christ(o)mann sein Weihnachtsgeschenk Kopenhagener Straße 46 aus und .... oh Freude, er war gesegnet - nahezu alle MieterInnen waren verschwunden! Jedoch heimlich still und leise dieses Haus zu entmieten, hat weder in der Vergangenheit funktioniert, noch wird es zukünftig klappen.

Weitere Informationen: kopenhagener46.wordpress.com
sowie kopenhagener.wordpress.com


SPENDEN

Bislang haben wir unser Low-Budget-Projekt durch Eigenfinanzierung und sehr viel unentgeltliche Arbeit aller Mitwirkenden auf die Beine gestellt. Nun aber werden die Bewegungen in Prenzlauer Berg immer schneller, erdrückender und turbulenter. Es bedarf eines Mehraufwandes an filmischer Begleitung.

Wir bitten um finanzielle Unterstützung. Warum?
Nur so können wir die Geschichten der Menschen und die Entwicklung des Kiezes weitererzählen. Und nur so können die auf dieser Webseite veröffentlichten Auszüge unseres Filmmaterials der Vernetzung von Menschen dienen, die sich Luxusmodernisierung, Verdrängung und Profitmaximierung in den Weg stellen.

Eure Spenden brauchen wir für Technikmieten, Webhosting und Low-Budget-Honorare. Ein Drehtag kostet uns 450 Euro, der Schnitt eines Trailers 250 Euro.

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Was hast du davon?

Durch jede noch so kleine Spende trägst du sowohl zur politischen Aktion als auch zur Entstehung unseres Films bei. Die Prämie ist für alle: weitere zehnminütige Trailer auf unserer Webseite, die Auskunft geben sollen über die aktuelle wohnpolitische Lage unserer Protagonist_innen und über die Entwicklung der Gemeinschaftsflächen in Berlin-Prenzlauer Berg.



Jedes mal, wenn durch Eure Spenden wieder ausreichend Geld zusammengekommen ist, werden wir einen weiteren Trailer auf dieser Webseite veröffentlichen. Die beleuchteten Fragestellungen werden für die gesamtdeutsche Wohn- und Stadtentwicklungspolitik relevant sein.

Wenn Du noch mehr spenden willst und kannst, gibt es für Dich zusätzlich...

 

ab 30€

eine DVD des fertigen Films

ab 60€

eine DVD des fertigen Films + eine Einladung zur Premierenfeier

ab 200€

eine DVD des fertigen Films + eine Einladung zur Premierenfeier + die Nennung im Abspann als Mäzen

Achtung: hier werden ergänzend immer wieder neue film- und kiezbezogene Angebote erscheinen, die Du, um uns zu unterstützen, erwerben kannst. Schau regelmäßig herein!

DAS FILMTEAM

Feste Mitglieder sind derzeit:
Regie :Julia
Kamera: Sandra und Bernadette
Ton: Katja , Christoph und Artem
Schnitt: Franziska
Webmaster: Stéphane
Spendenbetreuung: Katrin

VERTEILER

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